Suzan Köcher’s Suprafon

Ist Suzan Köcher liebevoll aus der Zeit gefallen? Eine Mischung aus Nico, Dusty Springfield und Joni Mitchell unter der musikalischen Supervision von Serge Gainsburg? Oder lebt sie in ihrer eigenen Zeitblase? 2017 überraschte sie auf ihrem Debütalbum ´Moon Bordeaux´ mit einem Folk-Pop- Psychedelic-Sound, den ihre „Vorfahren“ zur Hochzeit dieser Musik vor 50 Jahren nicht besser hinbekommen hätten. Dass dies kein Einzelfall war, hat die mittlerweile homogen zusammengefundene Band aus Solingen auf ihrem nach einem Konzert beim SXSW-Festival (South by Southwest) in Texas aufgenommenen follow up ,Suprafon’ bewiesen. Tief verwurzelt in musikalischen Welten, die so viel älter sind als die Musiker selbst, spinnen sie hier wieder ein Netz aus unwiderstehlichen Melodien, die mit ihrem bittersüßen Charme sowohl geheimnisvoll als auch friedlich zugleich klingen – zeitlos, als hätte es sie schon immer gegeben.
,Suprafon’, auch hier beweist Suzan Geschichtsbewusstsein, ist übrigens kein seltenes Instrument, sondern der Name eines alten tchechischen Labels, das sich insbesondere in Sachen klassischer Beat- und Rockmusik einen Namen gemacht hat. Da passt zusammen, was zusammen gehört.

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